NYC cutout analog vibe

NYC

ich hatte zwei Jahre eine Wohnung dort, in der mein Sohn lebte 2008-2010. Meine erste Reise nach NYC im Jahr 2000 liess mich nicht mehr los. Marius Ian Yul sudierte in NYC am Lee Strasberg Institute Schauspiel und ich hatte während der Zeit schon vorab zwei Ausstellungen fest gemacht, obwohl ich nicht wusste, was kommt...eine Wohnung dort zu mieten, war nicht gerade ohne Risiko, denn als Künstlerin hatte ich kein regelmässiges Einkommen. Finanzkrise weltweit zu der Zeit - beginnend an den Börsen in NYC.

Meine Zeit in New York

New York war für mich über viele Jahre weit mehr als ein Ort für Ausstellungen. Die Stadt wurde zu einem zweiten Zuhause – einem Ort, an dem ich arbeitete, fotografierte und tollen Menschen begegnete.

In dieser Zeit durfte ich zwei Ausstellungen in New York realisieren. Eine wurde im Jewish Community Center Manhattan (JCC) unter der kuratorischen Leitung von Dr. Brooke Bryant präsentiert, die andere im Deutsches Haus at NYU. Beide Ausstellungen entstanden in einer Phase, die für den Kunstmarkt ausgesprochen schwierig war.

Viele Galerien mussten schließen oder kämpften ums Überleben. Der Verkauf von Kunstwerken war nahezu zum Erliegen gekommen. Die wirtschaftliche Unsicherheit war überall spürbar. Menschen wirkten erschöpft, verunsichert und oftmals resigniert. Kunst wurde in dieser Zeit zwar  wahrgenommen, doch nur selten gekauft.

Gerade unter diesen Bedingungen erhielten die Ausstellungen für mich eine besondere Bedeutung. Es ging weniger um den kommerziellen Erfolg, als um den Austausch mit Besucherinnen und Besuchern, um Gespräche und um die Möglichkeit, meine fotografischen Arbeiten einem internationalen Publikum zu zeigen. New York zeigte sich mir nicht nur als Kunstmetropole, sondern auch als Stadt, die selbst in schwierigen Zeiten Raum für kulturelle Begegnungen schuf.

NYC  hat mir  u.a.  gezeigt, dass Kunst ihren Wert nicht allein durch Verkäufe erhält, sondern durch meine Fähigkeit, Menschen miteinander zu verbinden und Geschichten sichtbar zu  erzählen.  New York bleibt deshalb für mich nicht nur eine Stadt der Ausstellungen, sondern ein Ort persönlicher Erinnerungen und künstlerischer Erfahrungen, sowie das Kennen lernen von Sara Smith, mit der ich eng verbunden bin. Habe sie auf der Eröffnung meiner Ausstellung in NYC kennen gelernt.  Wir hatten ein sehr intensives und persönliches  Gespräch. Sie war die Freundin eines Schauspiellehrersmeines Sohnes, die zusammen meiner Eröffnung aufsuchten. Ebenso kam Brooke Bryant  - Opernsängerin / Managerin aus NYC, mit der ich bereits 2008 eine Ausstellung  - gegen Menschenhandel und Ausbeutung von Menschen  - durchführte. 

Sara  Smith  war Inhaberin einer immens grossen Firma, die Strickmode in alle Welt verkaufte. Das erfuhr ich aber erst  später, als sie mich einlud in die 7 th Street zu kommen- um ihr Atelier von 1000 QM zu besichtigen. Ehrlich gesagt, derartiges hatte ich noch nie gesehen. Unfassbar für mich, was sie auf die Beine gestellt hat.

Ich bin dankbar für energetisch gute Begegnungen, die irgendwie in meine Umlaufbahn kamen, ohne jede Forcierung oder sonst etwas. 

Eva-Maria Horstick 

 

 

 

 

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