Demo für Frieden
Bilderverbrennung für den Frieden
Bilderverbrennung für den Frieden – gegen den drohenden Irakkrieg (2003)
Eva-Maria Horstick
ImDEZ. 2002, vor Beginn des Irakkrieges, entstand meine Aktion „Bilderverbrennung für den Frieden"
Sie war kein Akt der Zerstörung um ihrer selbst willen, sondern eine bewusste künstlerische Geste gegen Gewalt, Krieg und die zunehmende Sprachlosigkeit angesichts einer politischen Entscheidung, die weltweit Millionen Menschen bewegte. Im Februar 2003 protestierten weltweit Millionen Menschen gegen den bevorstehenden Krieg – eine der größten Friedensbewegungen der jüngeren Geschichte.
Die Verbrennung meiner Bilder verstand ich als Symbol. Das Feuer richtete sich nicht gegen die Kunst, sondern gegen die Vorstellung, Konflikte mit Waffen lösen zu können. Die Werke wurden Teil einer performativen Handlung, in der Vergänglichkeit, Verlust und Verantwortung sichtbar wurden. Kunst wurde zum Zeugnis einer Haltung.
Die Arbeit fragt nach dem Wert von Bildern in einer Zeit, in der reale Zerstörung droht. Was bedeutet es, ein Kunstwerk freiwillig dem Feuer zu übergeben, während anderswo Städte, Erinnerungen und Menschenleben vernichtet werden? Die Aktion war Ausdruck des Wunsches, dem Krieg ein sichtbares Zeichen des Friedens entgegenzusetzen.
Rückblickend steht diese Arbeit als zeitgeschichtliches Dokument für den Glauben daran, dass Kunst gesellschaftliche Verantwortung übernehmen kann – nicht durch laute Parolen, sondern durch eine symbolische Handlung, die Fragen offenlässt und Erinnerung bewahrt.
Der Kosocokrieg war gerade zu Ende und schon begann das Feuer neu aufzuflammen, im Irak . Ich habe eine DEMO angemeldet und bin im Wohnmobil mit 11 Freundinnen und Freunden zum Brandenbugertor gefahren und habe meine Kosovobilder verbrannt -gegen das Vergessen von Opfern.
Eva-Maria Horstick













