Statement

black and white

Eva-Maria Horstick 

...mein Archiv ist ziemlich umfangreich und hier seht ihr nur einen Ausschnitt...

Dimensionen des Hors-champ im Werk von Eva-Maria Horstick

  • Der „Blind Spot“ und das Unausgesprochene: In performativen und konzeptuellen Fotoserien wie „Blind Spot“ wird das Hors-champ zum inhaltlichen Kern. Wenn Gesichter verhüllt oder Blicke gezielt entzogen werden, verlagert sich das Wesentliche aus dem physischen Rahmen heraus. Was im Verborgenen liegt, spiegelt die gesellschaftlichen Leerstellen und Tabus wider, die die Künstlerin mutig thematisiert. 
  • Urbane Reflexionen und flüchtige Zwischenräume: In ihren nächtlichen Stadtaufnahmen und Archiven wie „Treppentwist“ oder den Baustellen-Serien fungiert das Bildfragment als Verweis auf ein größeres Ganzes. Schatten, Spiegelungen und harte Anschnitte deuten eine Welt an, die sich im ständigen Wandel befindet und sich dem statischen Bild entzieht. Das Hors-champ fängt hier das pulsierende Leben und die Isolation der Großstädte ein. 
  • Zwischen den Welten – Analog, Digital und KI: Durch die Erweiterung ihres eigenen analogen Archivs mittels digitaler Techniken und künstlicher Intelligenz schafft Horstick ein neues, konzeptionelles Hors-champ. Die KI generiert Bildwelten, die außerhalb der ursprünglichen Realität existieren – ein technologisch erweitertes Jenseits des Rahmens, das die Grenzen von Erinnerung und Fiktion verschwimmen lässt. 
  • Identität und Verhüllung („In a Room“): In intimen Serien wie „In a Room – Me, Myself and I“ zeigt sich die Künstlerin oft abgewendet oder ohne sichtbares Gesicht. Der Raum wird zum Spiegel eines inneren Zustands. Durch das bewusste Vorenthalten des Blickkontakts bricht die Komposition auf – die psychologische Realität findet im mentalen Hors-champ des Betrachters statt, der das Anonyme mit eigenen Projektionen füllt. 

Fazit:
Für Eva-Maria Horstick ist das Hors-champ kein bloßer technischer Zufall, sondern eine bewusste Ästhetik des Hinsehens

Aktfotografie 90 er Jahre - 2006 auf Anfrage 

Sönke c. Weiss 2022 

Das revier...

Contemporary Photoart – 

Zwischen Identität und urbanem Raum 1997-2026 ff 

Meine  Arbeit  im Revier verbindet fotografische Realität mit der visuellen Sprache zeitgenössischer Kunst

Eine junge Frau sitzt vor einer von Graffiti, Alterung und Gebrauchsspuren geprägten industriellen Architektur. Ihr Körper erscheint dabei nicht als klassisches Porträt, sondern als ruhiger Gegenpol zur fragmentierten, überladenen Oberfläche des urbanen Raums.

Die bearbeitete Fotografie überschreitet bewusst die Grenze zwischen Dokumentation und Inszenierung. 

Die Figur steht für eine Generation, die sich in einer Welt permanenter visueller Reize und gesellschaftlicher Veränderungen positioniert. Jugend trifft auf Verfall, Individualität auf urbane Zeichen, Stille auf visuelles Chaos. 

Photo Eva-Maria Horstick 2017 with Nina 

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