Statement

be yourself or be nothing

Blind Spot nannte ich es
 ab 2005 

Kunst als offene Forschung

Meine Arbeit folgt keinem Stilprogramm und keiner festgelegten künstlerischen Kategorie. Sie versteht Kunst nicht als Produktion einer wiedererkennbaren Marke, sondern als kontinuierlichen Erkenntnisprozess.

Jede Arbeit entsteht aus einer neuen Fragestellung. Deshalb können Material, Medium und Form wechseln. Die Verbindung zwischen den Werken liegt nicht in ihrer äußeren Erscheinung, sondern in einer gemeinsamen Haltung: der kritischen Reflexion von Wahrnehmung, Gesellschaft, Geschichte und den Bedingungen des Bildes selbst.

Ich begreife das Leben nicht als Hintergrund der Kunst, sondern als ihr eigentliches Forschungsfeld. Die einzelnen Arbeiten sind Aufnahmen eines Prozesses, der sich über Jahrzehnte entwickelt und niemals abgeschlossen ist.

Kritische Kunst bedeutet für mich, bestehende Ordnungen, Kategorien und kulturelle Zuschreibungen zu hinterfragen. Dazu gehört auch die Vorstellung, dass Künstlerinnen und Künstler eindeutig einer nationalen, stilistischen oder thematischen Schublade zugeordnet werden müssen.

Diversität verstehe ich daher nicht als Repräsentationsbegriff, sondern als künstlerisches Prinzip. Unterschiedliche Perspektiven, Methoden und Ausdrucksformen erweitern den Raum des Denkens. Widersprüche werden dabei nicht aufgelöst, sondern sichtbar gemacht.

Eva María Horstick ArtEve.de 

Meine Praxis bewegt sich zwischen Kunsttheorie, kritischer Reflexion und künstlerischer Forschung. Sie sucht keine endgültigen Antworten, sondern entwickelt neue Fragen.

Als Mensch und Künstlerin bin ich Teil einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit der Welt und meinen Träumen, meinen Sichtweisen auf Gegebenheiten draussen und im Innen. Wir wollen die Welt, die Kunst und die Heilung, die Kontrolle- alles aufeinmal? Und dann merken wir. Wir sind nur Menschen mit Narben, mit Angst und Problemen zu vielen Themen.35 Jahre Hinsehen mit Würde. 

2005 habe ich auf der Art Fair in Köln 5 Stunden lang Menschen mit verbundenen Augen fotografiert.  
Die Performance hieß "Blind Spot".  
Weil wir alle blinde Flecken haben. Bei uns. Bei der Natur. Beim Konsum.

Meine Skulpturen verbinden Tiere mit Schuhen. Still im Bild, laut in der Frage:  
Was machen wir mit Fast Fashion? Mit Ausbeutung?  Auch hier wieder mein alter Slogan: "Hohe Hacken der Eitelkeiten" 

( 1997) co. aus der Serie Aschenpüttel- 5 Minuten für ein Mädchen von Morgen.
Für mich ist Vielseitigkeit keine Beliebigkeit.  
Sie ist die einzige Möglichkeit, an die blinden Flecken ranzukommen.  
Mal mit der Kamera. Mal mit dem Körper. Mal mit Material.
Offen für neue Denkweisen.  
Fest in der Haltung: Hinschauen.

Mehr gern auf der Seite hier, falls Sie die Zeit finden, das Werk genauer zu betrachten und sich herein fühlen können.

Kunst gegen "blinde Flecken" durchzieht mein gesamtes WERK. Ob Töchter, Familienfotografien oder einsame Landschaften in Israel, Erde von oben betrachtet, oder Menschen mit Interviews zum Thema Zukunft. Das alles an Wahrheit. Meine eigene Sicht-Wahrheit, ohne die ich nicht leben kann und will. 

Wahrnehmungen. 

© Copyright. Alle Rechte vorbehalten. All rights:  Eva-Maria Horstick ArtEve.de
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