private Bio

Eva-Maria Horstick Treppentwist - Gedanken über das eigene Erleben und Leben...

Vergangenheit/Gegenwart

Es gibt Tage, da fühlt sich mein Leben an wie ein endloses Treppenhaus.
Ich stehe irgendwo zwischen oben und unten, mit der Kamera in der einen Hand, dem Einkauf in der anderen, und einem Kopf voller Ideen, die noch keine Zeit gefunden haben, sich zu entfalten.
Manchmal renne ich die Stufen hoch, voller Energie, Vision, Tatendrang. Manchmal sitze ich erschöpft auf einer Zwischenstufe und frage mich, ob es oben überhaupt ein Ankommen gibt.
Treppentwist – das ist mein Wort für diesen Tanz, der keiner Choreografie folgt.

Ich bin Mutter.
Ich bin Frau.
Ich bin Künstlerin und Freiberuflerin.
Und manchmal bin ich alles gleichzeitig – und niemand davon genug.

Ich erinnere mich an unzählige Nächte, in denen ich nach dem Einschlafen meines Kindes noch am Rechner saß, die Bilder eines Projektes bearbeitete, die Gedanken ordnete etc.
Das Summen des Computers wurde zur Begleitmusik meines Lebens. Draußen schlief die Stadt, drinnen kämpfte ich mit Pixeln, Perspektiven und dem Gefühl, dass Zeit das kostbarste Gut meines Daseins war.

Als freiberufliche Künstlerin hat man keinen Feierabend.
Man lebt von Ideen, vom eigenen Mut, von der nächsten Ausstellung, dem nächsten Auftrag, der nächsten Hoffnung.
Es ist ein Leben voller Freiheit – aber auch voller Ungewissheit.
Freiheit hat ihren Preis.

Ich war lange alleinerziehend.
Diese Zeit hat mich geprägt, geschliffen, gestählt. Ich habe gelernt, mich auf wenig zu verlassen – außer auf mich selbst.

Ich habe gelernt, dass Kreativität nicht nur in der Kunst entsteht, sondern im Alltag – beim Improvisieren, beim Durchhalten, beim Neuanfangen. Trotzdem war und ist Reisen mit der Kamera ein inneres Anliegen.

Neben Reisen in Europa, Israel, den USA , Japan und Kosovo war u.a. prägend.... Equador.

2016 in Süd-Amerika und dort habe ich das BESTE an Lodge erlebt, was ich  geniessen durfte. La Bicok Lodge in Mindo- Regenwald. Sehr zu empfehlen. 

Mindo_Barrio la Magdalena_ Calle la Pena 

Eva-Maria Horstick 

 

 



 

Freiheit?!

Der Preis der Freiheit

Ich denke oft, dass genau hier meine Stärke liegt.
Nicht in der Abgrenzung, sondern in der Verbindung.
Ich kann über Identität sprechen, weil ich sie täglich neu verhandle – als Frau, Mutter, Tochter, Mensch.
Ich kann über Krieg, Gewalt und Verlust sprechen, weil ich ihre Risse kenne, wenn auch auf andere Weise.
Ich kann Schönheit sehen, weil ich gelernt habe, wie schnell sie vergeht.

Wege

Als Frau in der Kunstwelt lernte ich früh, dass Sichtbarkeit nicht selbstverständlich ist.
Es gibt das leise Kopfnicken, wenn du „schöne Arbeiten“ zeigst – und das laute Schweigen, wenn du Themen anschneidest, die unbequem sind: Frauenkörper, Gewalt, Verlust, Alter, Überforderung, Mutterschaft.
Die Kunstwelt liebt das Provokante – solange es nicht zu nah an der Realität kratzt.
Aber meine Realität war meine Inspiration.
Ich wollte nicht abbilden, ich wollte aufrütteln.
Ich wollte zeigen, was sonst übersehen wird: die müde Frau auf dem Heimweg, das Kind mit den großen Augen, die Haut, die Narben trägt, innen wie außen.

Meine Kamera ist mein Werkzeug und mein Schutz zugleich.
Sie erlaubt mir Nähe, ohne vereinnahmt zu werden.
Durch sie sehe ich die Welt – und mich selbst – schärfer, ehrlicher.
Ich bin die, die beobachtet. Aber in jeder Aufnahme liegt auch ein Teil von mir, ein Schatten, ein Weg meiner Geschichte.

Zwischen Kunst und Küche

Mein Atelier ist manchmal die Küche, mein Studio das Wohnzimmer.
Ich habe gelernt, mit meinem Raum Ideen zu entwickeln.
Meine Ausrüstung steht neben mir, griffbereit.
Das Leben und die Kunst sind keine getrennten Sphären – sie laufen ineinander wie zwei Ströme, die sich nicht aufhalten lassen.

Ich denke oft, dass genau hier meine Stärke liegt.
Nicht in der Abgrenzung, sondern in der Verbindung.
Ich kann über Identität sprechen, weil ich sie täglich neu verhandle – als Frau, Mutter, Tochter, Mensch.
Ich kann über Krieg, Gewalt und Verlust sprechen, weil ich ihre Risse kenne, wenn auch auf andere Weise.
Ich kann Schönheit sehen, weil ich gesehen habe, wie schnell sie vergeht z.B. in Israel, Palästian und im Kosovo. 

Werte/Schichten

Die Schichten des Alltags

Der Alltag einer freiberuflichen Künstlerin und Mutter ist kein Stundenplan, sondern ein Jonglierakt.
Es gab keinen Feierabend, keine klare Grenze zwischen Arbeit und Leben.
Das Atelier ist oft die Küche, das Wohnzimmer ist manchmal Galerie.

Während andere von „Work-Life-Balance“ sprechen, weiß ich: Es ist kein Gleichgewicht, es ist ein Tanz auf unebenem Boden.
Ich habe Termine mit Kunden, Vernissagen, Anträge für Förderungen – und gleichzeitig die Verantwortung für ein Kind, das meine Welt ebenso forderte  wie erfüllt. Erinnerungen 
an Wochen, in denen ich zwischen Ausstellungsaufbau, Arztterminen und Steuererklärungen fast vergaß, wer ich eigentlich war.
Aber genau dort, in dieser Überlagerung der Rollen, entsteht meine Wahrheit als Mensch.

Ich habe als Model und Choreografin für grosse Modenschauen gearbeitet und selbst viele Jahre Shows organisiert. Es gab werde Handys noch Internet. Eine andere Zeit. Ich möchte mal sagen,  es war realer und intensiver, aber nicht unbedingt einfacher.

 

 

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