Foto/Ausschnitte aus Werkreihen 2002/3
Eva Horstick-Schmitt

Molotowcocktails als Spielball der Politik?
Dez.2002/ weitere Fotos auf Anfrage
Warten...

Texte Eva Horstick-Schmitt und Gary Schmitt 2002
Notiz 1
Am Anfang stand immer das Feuer und die Macht der Informationsmaschinerie von Murdock und co sowie das Diktat
von CNN im Namen der Freiheit und der Demokratie, und alle stürzen sich in die mediale Beschreibung
der Flammen elendiger, verbrannter Erde und Menschen, Einschaltqoten und Auflagensteigernd- geil, im Namen der Freiheit und der
Demokratie.
Notiz 2
und wieder zügelt da ein Feuer und ein neues Machtspiel, noch grösser, noch vernichtender, noch medialer.
Macht-Türme brennen und stürzen und begraben unter sich die Synonyme der Macht, im Namen des Volkes als Demonstration und Provokation der Macht.
Der gerechte Krieg wird herbeigeschrieben, herbeigesendet, herbeigesprochen, bis wir alle den Bildern und Worten der Gaukler glauben und ihn aus dem Lehnstuhl unserer gefahrlosen Existenz betrachten, die Flammen elendiger ,verbrannter Erde und Menschen, im Namen der Gerechtigkeit und Demokratie.
Notiz 3
und das Volk hört und liest und sieht, was die Informationsbesitzer wollen,
das emotional gebackene Brot flammender Spiele im Geiste
der sex verminten, Schlappschwanzinformationen, im Namen der selbstverschuldet unmündigen fun- gen-sex- gewalt Volkes, bevormundet von denen. die den Preis kennen und den Wert von Nichts.
Notiz 4
unsexy sind die Folgen des Kolateral -Elends in Bosnien-Herzogewina, Kosovo, Tschetschenien und anderswo.
Das Warten auf den gerechten Krieg im Irak im Namen von Freiheit des Öls und der Waffen sind die Motive der durch ihr Schweigen Schuldigen, die das Vergangene nicht riechen, nur das rote Feuer der Zukunft ersehnen wollen.
Ergo
senge ich die Vergangenheit, damit ihr riecht im Namen der Vergessenen.
Das Abfackeln der „Oberflächen“ gegen den Irak-Krieg.
Eva Horstick-Schmitt und Gary Schmitt 2002 im November

Kfor 2002 Kosovohubschrauber
Die komplette Ausstellung umfasst mehr als „Model mit Handschellen“ ( sex sells war) 2002
100 Bilder.
Hier sehen Sie nur einen Anschnitt.


„abgefackelte Oberfläche“ 2002 co.
Eva Horstick-Schmitt
Die Wa(h)re Frau mit dem Symbol v. Streichhölzern/ Das „Abfackeln der Oberflächen“
2490 „Gendermainstream“ entstand als Auseinandersetzung mit Bush u. den Medien! Kurz vor dem Irakkrieg im Jahr 2002 und Anfang 2003 inszenierte ich mehrere Serien, weil wir total machlos gegenüber dem erneuten Krieg zusehen mussten und sollten. Bush lebte seine
Politik aus , indem er sich ein ultimatives Denkmal setzte ,was in die Geschichte einging, als in unseren Augen“Massensterben“unschuldiger Menschen. Damals waren wir überzeugt davon, dass er _Sadam H. auch ohne einen Krieg hätte vernichten können, z.B. mit einem Spezialeinsatzkommando.
Meine Antwort:
Ich fotografierte u.a.Models im Studio, um auf das „Abfackeln von Themen“ aufmerksam zu machen.
„Sex sells“
Studiohochglanzfotografie...
Damals schrieben mein Mann und ich Texte, die wir in Berlin im Dez.2002 in einer künstlerischen Performance verteilten .
Sie wurden ebenso von einer mir bekannten
Journalistin an die deutsche Presse ausgesendet und von uns pers. verteilt.
Als ehemaliger Jusolandesvorsitzender
hatte mein Mann einiges auf dem politischen Kerbholz und das war mir sehr hilfreich. Er war 8 Jahre aktiv
in der Friedensbewegung unterwegs und organisierte viele Demos. Deshalb:
Das was ich damals geschaffen hatte, war weit entfernt von d. Beeinflussung einer Szene.
Meine Arbeiten 2002 entgingen jeglichem Mainstream, denn ich war diesem gegenüber immer skeptisch.
Wir, die mit 11 Leuten diese politischen Kunstzettel Ende 2002 in Berlin verteilten, staunten nicht schlecht, als unsere Worte
überall in der Kunstszene auftauchten.
Beispiel:
31. Juli 05 im Spiegel „ Das Abfackeln der Oberflächen“ J. Meckseper.
Meine Texte und Worte gegen Bush und gegen das „Verkaufen eines Krieges“ wegen des Öls.
Damals hat keine Redaktion sich getraut unsere Statements abzudrucken. Warum?
Mit Hochglanzmodels und Produkten der Industrie als „Aufrüttlung“ pervertiert mit Symbolen von Macht
habe ich u.a. 2002 versucht die Politik wach zu rütteln. Unsere Texte verhallten im Nichts , denn wir waren zu wenige und zu früh mit unserer Kritik.
2001 wurde eine Installation von mir verboten, die ich speziell auf „Bush und Bin Laden“ konzipierte. Diese sollte in Essen (Zeche Zollverein Tripple Z ) v. mir gezeigt werden.
2006 z.B. installierte ich Schaufensterpuppen und andere Utensilien aus dem Alltag , sowie Flaggen
und einen „Körper- und Haarlosen Mann“
als Fifa betitelt, der mit eine Krawatte aus Geld behaftet auf einem Sockel stehend die „Models“ dirigierte.
Die Models symbolisierten „Fussballer“ , standen in Reih und Glied_ der Fifa als „Werbeikonen“ zur Verfügung.
Aus den Schuhen quoll das Geld, aus den Hosen ebenfalls.
Meine kritische Auseinandersetzung mit dem Sport, der keiner mehr war und ist. Meine aufwendige Installation mit 11 grossen Puppen wurde v. Kunstverein Dortmund
unterstützt. Dr. Christoph Kivelitz _einem mutigen Kunsthistoriker _ist es überhaupt zu verdanken, dass ich meine Ideen umsetzen durfte, denn die waren einigen Herren zu kritisch.
Museum / Frauenmuseum 2006 Bonn
Dort stellte ich meine Bilder gegen Menschenhandel aus und setzte mich selbst „ als verkleidetes Barbiemodel“ mit
zugepflastertem Mund neben all die schrecklichen
Bilder aus dem Kosovo. Die schöne Welt des Konsums ...gegen die Bilder des Menschenhandels.